Stress (englisch): die Kraft, das Gewicht, der Druck, die Spannung, die Beanspruchung, die Belastung...
Mob (englisch): der Pöbel, der Haufen, die Bande, oder sich auf jemanden stürzen, über jemanden herfallen (to mob).
Für uns: der "Mob", der sich bilden soll, um den Faschist_innen "Stress" zu machen. Der Mob, der sich finden soll, um soziale Emanzipation zu erkämpfen. Der Stress, der gemacht werden muss, um unsere Rechte zu verteidigen und unsere Freiheiten zu erkämpfen.

Viel zu oft herrscht eine strenge Trennung zwischen der politischen Szene und der antinazistischen Jugendsubkultur vor. Durch unser Label stressmob möchten wir dem Subkulturanteil einen positiveren Bezug zur linken Politik bieten. [Wir, damit sind alle Gruppen und Personen gemeint, die gemeinsam unter dem Label stressmob arbeiten.] Auf der anderen Seite wollen wir durch antifaschistische Konzerte und vielfältige unkommerzielle Kulturangebote (wie z.B. Kinoabende, Bootsrennen, Wasserschlachten oder Fußballspiele) die linke Erlebniswelt über das Bücherlesen und schlaue Einsichten haben hinaus erweitern. Die dazugehörigen Inhalte sollen nach Möglichkeit mit diesen Angeboten verbunden werden, aber auch die Antifa kann tanzen.
Wir versuchen Subkulturen zu supporten und durch unsere Veranstaltungen um ein ernsthaftes linkes politisches Moment zu erweitern und haben bei unseren Bemühungen in diese Richtung z.B. in Marburg schon einige Erfolge erzielt.

I´m anti anti everything, ok? (Oxymoron)
Wir wollen zwar ein breites linkes Spektrum ansprechen, lassen aber nicht jede_n unkommentiert auf unsere Veranstaltungen und haben auch keine Hemmungen Leute rauszuschmeißen, deren Verhalten und Auftreten uns nicht passt. Das trifft zum einen auf originäre Neonazis zu, zum anderen heißt das aber auch, dass wir auf unseren Veranstaltungen kein rassistisches, antisemitisches oder sexistisches Verhalten dulden wie zum Beispiel Übergriffe, Mackertum, Homophobie sowie alltägliche Ausgrenzungsmechanismen. Dies gilt natürlich auch innerhalb der Gruppen und unter den Einzelpersonen, die unter dem Label auftreten.
Uns ist klar, dass es keine Freiräume von Hierarchien gibt. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir es uns nehmen lassen dieses Ideal anzustreben und zu versuchen, all unseren Gästen ein möglichst hohes Maß an Freiraum zu gewähren. Was rassistisch oder sexistisch ist, definieren wir oder die_der Betroffene selbst und sonst niemand!
Wir erhoffen uns natürlich auch, dass dies von allen getragen, angenommen und weitervermittelt wird. Unser Ziel ist es einen antifaschistischen und antisexistischen Grundkonsens über emanzipatorische Verhaltensweisen auch über unsere Veranstaltungen hinaus in die Szene zu tragen.

Neben unseren Ansprüchen an das Publikum versuchen wir darüber hinaus alternative Kultur zu etablieren. Auf unseren Veranstaltungen wollen wir deshalb Bands und Künstler_innen einen Raum bieten, den sie sonst nicht hätten. Die Eroberung des öffentlichen Raumes kann ebenso Teil aktiver Freiraumgestaltung sein. Bei Konzertanfragen oder sonstigen kreativen Ideen könnt ihr uns gern ansprechen.

Do it yourself
Wir freuen uns über jede_n, der_die sich von unserem Konzept angesprochen fühlt und daran mitarbeiten will. Das kann beispielsweise eine punktuelle Zusammenarbeit mit uns oder das Durchführen von eigenen Projekten, aber auch das Gründen von eigenen stressmob-Gruppen sein. Sollten sich Gruppen bilden, die ein ähnliches Konzept in ihrer Stadt umsetzen wollen, wie in anderen hässlichen/hessischen Städten oder in Hamburg, unterstützen wir euch dabei gerne. Wichtig ist nur, dass ihr die oben skizzierten Positionen und Ideen mittragt und weiterverbreiten möchtet. Wenn ihr mit uns gegen antisemitisches Gedankengut oder sexistisches Proll-Gehabe Widerstand leistet und einen Beitrag zu Erkämpfung und Erhaltung von Freiräumen leisten wollt, sind wir gerne bereit mit euch unter dem Label stressmob zusammen zu arbeiten. Wir wollen euch keine homogene politische Meinung aufschwätzen, weil es die innerhalb der stressmob-Crew auch nicht gibt, sehen aber die obigen Positionen als Grundkonsens für das Label stressmob.
Also, wenn ihr Interesse an einer Zusammenarbeit und Vernetzung habt, meldet euch bei uns.

Die Internetseite stressmob.de versteht sich dabei als Portal für die stressmob-Gruppen und dient als Austauschpunkt und Vernetzungsmöglichkeit für Interessierte und andere alternative Projekte. Ziel ist es, alle Gruppen und Bands etc., die dieses Projekt unterstützen wollen, hier zu verlinken und gleichzeitig die Möglichkeit zu bieten, ihre Termine und Neuigkeiten einem breiten Spektrum zur Verfügung zu stellen.

Bildet (stressmob)Banden!